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Landshuter Zeitung vom
21.12.2003
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- "Bayerische Lehrer
und Schüler protestieren gegen kürzeres Gymnasium"
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- In Bayern soll das
Gymnasium auf acht Jahre verkürzt werden.
- München. (dpa) Der
Bayerische Philologenverband (BPV) hat die geplante Gymnasialreform
des bayerischen Kultusministeriums scharf kritisiert. Als "völlig
überstürzt und überhastet" bezeichnete der stellvertretende
BPV-Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger die geplante Einführung des
achtjährigen Gymnasiums am Sonntag in München.
- So sei im Saarland und
in Baden-Württemberg die Schulzeitverkürzung mit mindestens
zweijährigen Vorlaufzeiten oder in Stufenplänen umgesetzt worden.
"Das Kultusministerium führt jährlich Dutzende von Schulversuchen
durch", sagte Meidinger. "Aber der tiefste Eingriff in das
bayerische Gymnasium seit 50 Jahren soll ohne Schulversuch im
Hauruckverfahren durchgepeitscht werden."
- Auch die
Landesschülervertretung Bayern (LSV) hat gegen die Einführung des
achtjährigen Gymnasiums und die Sparmaßnahmen im Bildungsbereich
protestiert. Eine Verkürzung der Schulzeit auf acht Jahre mache das
Gymnasium zu einer reinen "Paukanstalt". Außerdem kritisierten die
bayerischen Schülervertreter die geplante Abschaffung der
Lehrmittelfreiheit. Der Zugang zu Bildung müsse frei sein und dürfe
nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, sagte
LSV-Vorstandsmitglied Sonya Popa-Henning am Sonntag in München.
- Angesichts der
anhaltenden Proteste hat Kultusministerin Monika Hohlmeier
- (CSU) in einem Brief
an die Eltern für das so genannte "G8" geworben. In der ersten
Januarhälfte soll zudem eine Telefonhotline geschaltet werden, um
alle Betroffenen über die bereits für das nächste Schuljahr geplante
Neuerung zu informieren. Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU)
hatte in seiner Regierungserklärung Anfang November überraschend die
Einführung des achtjährigen Gymnasiums verkündet.
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